"Bleib erschütterbar und widersteh!" (Peter Rühmkorff)
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Hier geht es zur Open Petition zum Erhalt des Stephanplatzes:
https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-den-stephanplatz-in-karlsruhe

Dienstag, 25. März 2014

Keine Gefahr für Stephanplatz und Karl-Apotheke?

KA-NEWS berichtet heute und stellt (bekannte) Fakten und Äußerungen zusammen:
Hier klicken!
Fazit: Die Karl-Apotheke muss weiterhin um ihre Zukunft bangen.

Freitag, 14. März 2014

Leserbrief einer Mitarbeiterin der Karl-Apotheke

Heute sandte mir eine Mitarbeiterin der Karl-Apotheke diesen anrührenden, fast verzweifelten Brief:


Die KARL-Apotheke glaubt an dich!!!

... In die eine Apotheke noch, das ist die letzte für heute, für immer und auf ewig, dann geht's heim.

An diesem stürmischen und verregneten Septembernachmittag stehe ich klitschnass und ohne große Hoffnung vor der Theke und frage nach dem Apotheker:

Ob Herr Giese zu sprechen sei?
Ich soll bitte einen Moment warten.

Urplötzlich vor mir stehend, sagt er: „Guten Tag die Dame, wie kann ich Dir helfen?“

„Helfen - in der Tat“, denke ich.

Ich sage, jedoch wie schon etliche male an diesem Tag, mein Sprüchlein, fast schon wie in Gedichtform, vor mich runter, genauso wie die Regentropfen, die an meiner nassen Kleidung runter rollen.

„Guten Tag (lächeln) Herr Giese, ich suche eine Ausbildungsstelle als Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte - darf ich bitte bei Ihnen arbeiten?“

Er lächelt zurück.

Das Vorstellungsgespräch verläuft ganz anders als erwartet und wie die vielen anderen davor.

„Noten sagen noch lange nichts über einen Menschen aus“. sagt er und ohne meine Zeugnisse anzusehen, stellt er mir eine Frage:

WANN kannst Du anfangen????

Mein Herz macht einen Sprung. Ich kann es kaum glauben!

Am nächsten Morgen stehe ich pünktlich um 8:30 Uhr mit einem Dauerlächeln in meiner Ausbildungsapotheke: der Karl-Apotheke!
3 Jahre später wird aus meinem Ausbildungsvertrag ein Arbeitsvertrag.

Ich habe es geschafft, eine abgeschlossene Berufsausbildung und eine Arbeitsstelle noch dazu!

Kurze Zeit später bekomme ich noch eine Riesenchance:

Einer Förderung meiner Ausbildung zur PTA steht von Herrn Giese nichts im Wege!

Eine Förderung, eine Förderung für mich, eine neue zweite Ausbildung solle ich anfangen.

Zweifel, Ängste .... Ängste zu Versagen und zu enttäuschen überkamen mich.
Jedoch wollte Herr Giese davon nichts wissen:

„Die Karl- Apotheke glaubt an Dich! Du schaffst das!“

So trat ich meine zweite Ausbildung an.

Heute, nach fast 13 Jahren stehe ich als Pharmazeutisch-Technische-Assistentin, sehr gerne hinter dem Tresen der Karl-Apotheke. Mein Beruf macht mir sehr viel Freude, ich habe nette Kolleginnen und einen prima Chef.

Täglich schaut ein kleiner, abwechselnder Kundenstamm vorbei. Nicht nur um Arznei zu holen, sondern einfach so, um Hallo zusagen!

Das ist sehr schön:

Einerseits für uns als Apotheke, es zeigt, dass wir uns richtig verhalten und die Menschen gerne zu uns kommen und andererseits für die Menschen, die mit jemanden REDEN möchten.

Immer wieder stelle ich fest, dass sich viele Kunden auch privat kennen und sich zufällig beim Einkaufen in der Karl Apotheke begegnen.

Wie ein Treffpunkt wirkt das.

Die Freude, den einen oder anderen wieder gesehen oder getroffen zu haben, ist dann immer sehr groß, und sie nehmen sich Zeit für ein Schwätzchen und das in einer immer mehr und mehr schnelleren Welt.

Ich danke der Karl-Apotheke, dem Team, besonders Herrn Giese für diese große Chance in meinem Leben, einen interessanten und abwechslungsreichen Beruf zu erlernen und etwas fürs Leben:

mit Warmherzigkeit, Geduld und Einfühlungsvermögen kann man jedem Menschen, egal woher er kommt, welche Sprache er spricht, wie er aussieht, ohne Vorurteile entgegen treten

und

dass man den Wert des Menschen schätzt, ihm zuhört und für ihn da ist und ihm hilft in einer leider immer mehr skrupellosen Welt, die nur nach Kapital giert.

Ich wünsche mir, meine Arbeit hier noch lange fortsetzen zu können.

Ich brauche die Karl-Apotheke – die Menschen brauchen die Karl-Apotheke.

MICHALINA TYMINSKI

Mittwoch, 12. März 2014

Stephanplatz und Karl-Apotheke Thema im Gemeinderat

Am 18. März wird "unser" Stephanplatz Thema im Gemeinde sein. Hintergrund ist eine Anfrage der Freien Wähler.
Hier der Text der Anfrage:

A. Welche Ideen und Pläne gibt es bezüglich des Platzes der Karl-Apotheke? B. Welche Ideen und Pläne gibt es bezüglich des Stephanplatzes?

C. Wie weit sind diese Ideen und Pläne bereits gediehen? D. Wann wird der Gemeinderat informiert?

E. Wann wird die Bevölkerung informiert?





Sachverhalt/Begründung:







Seit Wochen wird öffentlich über die Zukunft der Karl-Apotheke diskutiert, wobei immer wieder von einer glichen Umgestaltung des Stephanplatzes die Rede ist.





In der örtlichen Tageszeitung war zu lesen, dass Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup gegenüber dem Seniorenrat der Stadt zum Erhalt der Karl-Apotheke geäußert habe: Wir haben keine Umbaupläne für den Stephanplatz oder die Apotheke“. Im selben Artikel steht aber auch: „Es gebe Ideen, wie man den Platz der Apotheke auch anders nutzen könne, so Mentrup. Über diese Ideen chte er mit dem Ge- meinderat und den Bürgern sprechen…“





Es wird daher Zeit, der Bevölkerung „klaren Wein einzuschenken!“

Unterzeichnet von Jürgen Wenzel



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Hier die Stellungnahme der Verwaltung: Relevante Passagen rot! Meine Anmerkungen grün.

A: Welche Ideen und Pläne gibt es bezüglich des Platzes der Karl-Apotheke?

Das Gebäude  war ursprünglich eine Tankstelle mit Ladengeschäft und einer öffentlichen Be- dürfnisanstalt, erbaut 1930 durch das städtische  Hochbauamt im Rahmen  eines Erneue- rungsprogramms der öffentlichen Bedürfnisanstalten. Das Gebäude ist nicht mehr im Originalzustand - das ursprünglich  vorhandene markante auskragende Dach fehlt - und steht deshalb auch nicht unter Denkmalschutz. Das Gebäude ist zwar der Bauhaus-Ära zuzuordnen, steht aber mit dem Bauhaus Dessau und Weimar oder gar mit Walter Gropius in keinem unmittelbaren Zusammenhang. Es genießt aber in Teilen der Bevölkerung  als vertrauter Anblick einiges Ansehen.

Die Karl-Apotheke hat erklärt, den ursprünglichen Zustand wieder herstellen zu wollen als Geschenk an die Bürger der Stadt zum Stadtgeburtstag. Dafür würde Christian Giese 100.000 Euro aufwenden.

Schon seit den 90er Jahren gibt es in der Stadtverwaltung Überlegungen, auf der gleichen Grundfläche ein höheres und höherwertiges Gebäude zu verwirklichen. Die Fläche des Stephanplatzes wäre davon nicht berührt.

Na bitte, jetzt ist es amtlich: Wir müssen um die Karl-Apotheke bangen!

Auch stadträumlich und für die Belebung des Stephanplatzes könnte ein höherer Neubau ein Gewinn sein. Die architektonische Ausformung wäre über einen Planungswettbewerb zu ermitteln.

Von einer Bürgerbeteiligung ist keine Rede.

Aktuell besteht aber kein Handlungsdruck, da der Mietvertrag der Apotheke um weitere drei
Jahre verlängert wurde.


B: und C: Welche Ideen und Pläne gibt es bezüglich des Stephanplatzes?  Wie weit sind diese Ideen und Pläne bereits gediehen?
Der Stephanplatz ist 2002 neu gestaltet worden. Neue Pläne gibt es nicht.


D: und E: Wann wird der Gemeinderat informiert? Wann wird die Bevölkerung informiert?

Mit dem Mieter wurde durch den Oberbürgermeister persönlich geklärt, dass er bis Ende
2015 über den Bestand des Gebäudes über 2018 hinaus informiert wird. Vom Bestand des Gebäudes abweichende Planungen würden mit dem Gemeinderat und mit der Verwaltung im Rahmen von politischen Grundsatzentscheidungen bzw. städtebaulichen Planungsprozessen diskutiert.


Punkt E: wurde nicht beantwortet. Die Bevölkerung wird offenbar nicht informiert, geschweige denn involviert.








Montag, 10. März 2014

Salami-Taktik: Eine Markthalle auf dem Stephanplatz?

Blumenhändler Wolfgang Velten "könne sich eine Markthalle auf dem Stephanplatz sehr wohl vorstellen." So wird heute in den "Badischen Neuesten Nachrichten" der Sprecher und Initiator der Interessengemeinschaft Wochenmärkte zitiert. "Die Idee einer Markthalle ist nicht schlecht" - unter dieser Überschrift titelt die BNN die Karlsruher Lokalausgabe.
Ob wir eine solche Markthalle brauchen oder nicht, sei dahin gestellt. Ich meine, wir brauchen keine. Es ist die übliche Salami-Taktik, die nun angewandt wird: Mal hier eine Idee für den Stephanplatz, mal da eine. Und wer kann denn bitteschön etwas gegen eine Markthalle haben? Das ist doch etwas für den Bürger?
An einer Markthalle kann nur einer ein Interesse haben, der berühmte Großinvestor Postgalerie, der sich an diesem Morgen ob der gelungenen Propaganda in den BNN die Hände reiben dürfte. Der Bürgerplatz wäre dann für die Karlsruher passé: Eine Markthalle läßt sich abschließen. Demonstrationen beispielsweise könnten dann dort nicht mehr stattfinden. Diese könnten dann an weniger zentrale Plätze verlegt und an den Rand gedrängt werden.

Offener Brief der CDU-Fraktion an Oberbürgermeister Frank Mentrup

Die CDU-Fraktion schrieb bereits vor einem Monat folgenden Brief an OB Mentrup:


Bürgerschaftliches Engagement – Ihre Äußerungen in der Stadtzeitung

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Mentrup,

mit Erstaunen haben wir den Bericht in der Karlsruher Stadtzeitung vom 7. Februar 2014 über Ihren Antrittsbesuch beim Stadtseniorenrat gelesen. Dem Bericht zufolge bezeichnen Sie die Unterschriftenaktion für die Karl-Apotheke „mit Vorwürfen und Unterstellungen“ als ziemliche Unverschämtheit“.

Diese Aussage können wir, falls sie zutreffend dargestellt sein sollte, in dieser Form nicht nachvollziehen. Unter dem Leitwort Zuhören, Verbinden, Gestalten haben Sie einst Wahlkampf gemacht. Eine Unterschriftenaktion von besorgten Bürgern als Unverschämtheit zu bezeichnen ist das diametrale Gegenteil davon.

Wir als CDU-Fraktion nehmen die Sorgen der betroffenen Bürger ernst. Wir haben ein Gespräch mit dem Apotheker geführt. Und wir haben uns öffentlich für einen Erhalt der Apotheke ausgesprochen und, als Bedingung dafür, für eine entsprechende Verlängerung des Mietvertrags. So berührt Ihre Kritik auch unser Engagement in dieser Sache.

Wir bitten Sie, Ihre Formulierung noch einmal zu überdenken und zurückzunehmen.  
Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Luczak-Schwarz, Fraktionsvorsitzende
Dr. Albert Käuflein, Stadtrat



Die nicht-öffentliche Antwort von OB Mentrup liegt mir vor. Er könne das Schreiben der Fraktion nicht nachvollziehen, steht darin unter anderem zu lesen.