"Bleib erschütterbar und widersteh!" (Peter Rühmkorff)
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Hier geht es zur Open Petition zum Erhalt des Stephanplatzes:
https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-den-stephanplatz-in-karlsruhe

Mittwoch, 29. Januar 2014

Kleiner Monolog mit Oberbürgermeister Frank Mentrup

Heute ist in den "Badischen Neuesten Nachrichten" zu lesen:

"... Die Idee einer Markthalle begrüßte Mentrup, allerdings nicht auf dem Stephanplatz. 'Ich glaube nicht, dass die Karlsruher den Stephanplatz aufgeben wollen. Er beginnt gerade Leben zu entwickeln.'"

Richtig, lieber Herr Oberbürgermeister, ist, dass die Karlsruher ihren Stephanplatz lieben. Falsch ist, dass er gerade beginnt, "Leben zu entwickeln." Gerne mache ich Ihnen mal eine Woche lang jeden Vormittag einen kleinen Spaziergang über den Platz. Anschließend trinken wir zusammen ein Tässchen Kaffee und beobachten das Leben auf dem Platz.
Weiter zitiert die BNN:
"Auch müsse er sehr deutlich widersprechen. 'Wir haben keine Umbaupläne für den Stephanplatz oder die Apotheke.' Die Unterschriftenaktion mit den Vorwürfen,, 'die Stadt wolle Arbeitsplätze vernichten, ist unfair', so Mentrup. Der Vertrag der Apotheke sei schon immer befristet gewesen und sei dies auch weiterhin. Es gebe Ideen, wie man den Platz der Apotheke auch anders nutzen könne, so Mentrup. Über diese Ideen möchte er mit dem Gemeinderat und den Bürgern sprechen: 'Zu unterstellen, dass ein Abriss geplant sei, finde ich unfair."

Unfair hin, unfair her: Ein bisschen widersprüchlich, lieber Frank Mentrup, ist das schon: "Wir haben keine Umbaupläne" vs. "Es gebe Ideen, wie man den Platz der Apotheke auch anders nutzen könne."

Reden wir Tacheles miteinander. Oder vielmehr: Ich mit Ihnen. Sie antworten mir ja womöglich wieder nicht, auch wenn sie sagen, Sie möchten mit den Bürgern über die Pläne sprechen: Frau Mergen sagte mir, sie könne sich zum Beispiel eine Eisdiele statt der Apotheke vorstellen. Und da es in der Gastronomie zum Beispiel hinsichtlich Toilettenanlagen strenge Vorschriften gebe, müsse man schon umbauen. Auch an ein mehrstöckiges Gebäude sei zu denken.

Lieber Herr Oberbürgermeister: Gerne würde ich mit Ihnen, Frau Mergen und Herrn Obert mal ein Tässchen Kaffee auf dem Stephanplatz trinken und mit Ihnen über die Ideen sprechen, vielleicht auch bei einen badischen Gutedel. Wir können auch gerne eine öffentlichen Diskussion zusammen mit Herrn Giese machen plus einigen Stadträten. Mit Presse, Radio, einem guten Moderator und allem Pipapo. Das wäre doch mal Bürgerbeteiligung, oder?

Viele Grüße, Ihr Matthias Kehle

Dienstag, 28. Januar 2014

Klappe Auf Kulturmagazin zu den Entwicklungen rund um den Stephanplatz

Das Kulturmagazin "Klappe Auf", für das ich fast ein Vierteljahrhundert schreibe (im Moment leider nur noch selten), berichtet über die Entwicklungen rund um die Karl-Apotheke und den Stephan-Platz.
Aufgrund meines Rollenkonflikts als Klappe-Auf-Mitarbeiter und gleichzeitig Betreiber dieses Blogs enthalte ich mich jeden Kommentars, hoffe aber auf Leserbriefe. Autor des Artikels in der "Klappe" ist Johannes Frisch (jf):

Zum Artikel hier klicken!

Freitag, 17. Januar 2014

Neuigkeiten

Für zehn Tage war ich in Urlaub. In der Zwischenzeit ist ein Leserbrief von Frank eingegangen. Und unser OB Frank Mentrup hat meinen öffentlichen Brief immer noch nicht beantwortet. Ich werde ihn mal den BNN schicken, falls sich die nächsten Tage nichts tun sollte. Jedenfalls:
Frank schreibt:
"Hallole,
für mich hat es den Anschein, daß Sie sich instrumentalisieren lassen. Investoren und Pläne, wie Stephansplatz aus alt mach neu/Rheinstraße incl. EKZ Entenfang/ökologischer und sozialer Neubau DM Verwaltung lassen sich in Deutschland nicht innerhalb von ein paar Monaten aus dem Ärmel schütteln.
Auch/Schon gar nicht in dem Riesenhaufen brodelnden Bauschutt, der mal früher das leicht tüttelige, aber nett anzusehende Karlsruhe war.
Bis die Genossen eine genügend große Mehrheit zusammen haben um zu beschliesen, daß da ne Wurst auf dem Teller liegt, hat die CDU die eine Hälfte gefuttert und die FDP die andere Hälfte vertickert. Dann schreien beide die SPD hat se gefressen und die braucht dann ein halbes Jahr um zu erkennen, daß die Wurst nicht mehr da ist, während die Grünen auf dem Weg zur Sonne den Veggie Day auf Ihre Plakate schreiben.
Ich wünsche Ihnen wirklich recht viel Glück in Ihrem Bestreben, denn daß was in Karlsruhe zur Zeit als State of the Art of the new World Business gefeiert wird, ist für mich in spätestens 20 Jahren ein "brennender" sozialer Haufen.
Ich behalte die Karlsruher Innenstadt Flaniermeile Stephansplatz gerne so wie er ist in Erinnerung und richte schon mal das Köfferchen"

Freitag, 3. Januar 2014

Die Parteien und der Stephanplatz

Die CDU, die Grünen und die Freien Wähler haben sich geäußert: Der Stephanplatz samt Gebäude der Karl-Apotheke, ja selbst die Apotheke müssen dauerhaft erhalten bleiben. Das ist ja mal ein Statement, mit dem man in den Wahlkampf gehen kann. Die SPD und die FDP rühren sich nicht. Zuvorderst unser Oberbürgermeister Mentrup. Er hat meinen öffentlichen Brief noch nicht beantwortet. Ich vermute mal, sie wollen sich nicht äußern. Die FDP wird für den "Großinvestor" und damit eine weitere Zerstörung der Stadt sein. Und die Sozis? Meine Erfahrung ist ja die: Die Linken haben es nicht mit der Kultur. Erst kommen Kindergartenplätze und Rente mit 67, dann der Rest, sprich Kultur. Falls noch Geld da ist. Ich werde Wahlkampf machen für die Partei, die sich für eine nachhaltige Erhaltung des ohnehin schon stark lädierten Stadtbildes einsetzt. Es sieht so aus, als könnte die CDU gute Karten haben. Das wäre doch mal was: Der ehemalige Gewerkschaftsvorsitzende Matthias Kehle, namhafter Schriftsteller und einziges Karlsruher PEN-Mitglied gibt eine Wahlempfehlung für die CDU und macht als Wahlkampf für die Schwarzen. Ja, er wählt sie sogar! Vielleicht tritt er sogar der Partei bei? Nun - noch ist Zeit. Vielleicht haben die Sozis bald ihre Weihnachtsgeschenke ausgepackt und die FDP die Geldscheine gezählt.