"Bleib erschütterbar und widersteh!" (Peter Rühmkorff)
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Hier geht es zur Open Petition zum Erhalt des Stephanplatzes:
https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-den-stephanplatz-in-karlsruhe

Freitag, 6. Dezember 2013

Grundlegendes

Die Presse berichtete heute, dass die Karl-Apotheke auf dem Karlsruher Stephanplatz abgerissen werden soll. Es ist eine besondere Apotheke mit einer besonderen Architektur. Ein wenig Recherche meinerseits hat ergeben, dass der städtische Stephanplatz an einen Großinvestor verkauft werden soll. Mehrfach fiel dabei ein Name - logischerweise: Die Postgalerie. Denkbar wäre künftig eine "Randüberbauung" des Platzes entlang der Amalienstraße. Sprich: Der Stephanplatz, einer der schönsten Plätze der Stadt, verlöre seine Charakter oder verschwände ganz.
Das Stadtmagazin INKA berichtete heute darüber:
Abriss der Karl-Apotheke? Bebauung des Stephanplatzes?

Ziel dieses Blogs ist, Proteststimmen und Informationen über den Stand der Dinge zu sammeln. Gerne auch anonym, vorausgesetzt der Verfasser oder die Verfasserin gibt sich mir per Mail zu erkennen. Ziel ist es, die Pläne der Stadt zu vereiteln durch einen massiven Bürger- und Prominentenprotest.
Ich lebe seit 1992 in dieser Stadt. Sie hat in diesen über 20 Jahren massiv an Lebensqualität verloren. Wieviele typische Karlsruher Gebäude und architektonischen Besonderheiten sind seitdem verschwunden, nur um des Geldes willen: Der Kronenplatz, das Kammertheater, das alte Volksbank-Gebäude am Marktplatz, die alte Apotheke, in der sich der erste Drogerie Markt befand, die Rosen auf dem Marktplatz... Nun also soll der Stephanplatz dran sein. Dass MUSS verhindert werden.

Dass die Karlsruher üble politische Fehlentscheidungen verhindern können, haben sie beim Badischen Kulturgüterskandal bewiesen, als die damalige Landesregierung die Badischen Handschriften verscherbeln wollte.

Ich bitte alle Karlsruher, Ihre Meinung in diesem Blog zu äußern. Vor allem die Prominenz und die Politiker!

Kommentare:

  1. Was braucht die Stadt einen freien Platz mit regelmäßigem Wochenmarkt, monatlichen Flohmärkten, Kunsthandwerker- Stoff- und sonstwas Events ? Freiraum, Luft zu Atmen, ein einigartiges Stadtbild ? Wenn man statt all dem kurzfristig mit einem millionenschweren Grundstücksdeal all das plattmachen kann. Über welche (einmalige) Summe reden wir hier eigentlich? -

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  2. Karlsruhe ist eine Stadt, die durch die Menschen lebt, die diese Stadt lieben. Viele davon sind in Karlsruhe geboren, aufgewachsen. Menschen in Karlsruhe haben erlebt, wie Gebaeude, Gruenflaechen und Plaetze in Karlsruhe  zerstoert worden sind. Zuerst durch Bomben, spaeter und bis heute durch Kaputt-aeh 'Neu-' Sanierung.
    Wie jede Liebes- Beziehung durchlaeuft auch die Liebe zu einer Stadt Hoehen und Tiefen. Aber auch die staerkste Beziehung ist nur begrenzt belastbar und wird ungesund, wenn sie dauerhaft zu einseitig und  zu belastend wird.

    Derzeit und fuer mehr als ein ganzes Jahrzehnt bis voraussichtlich 2020 wird durch den Bau der U-Strab die Liebe zu unsrer Stadt auf eine harte Probe gestellt. Die Karlsruher muessen viel er-tragen, aushalten und erdulden. In all dem Chaos, welches diese riesigen Bauvorhaben mitten im Herzen der Stadt fuer die darin lebenden Meschen  mit sich bringt, sind stabile Ruhepole mehr als notwendig.  Der Stefansplatz mit seiner vertrauten Karl-Apotheke im archtektonisch auffallenden Schellingbau ist so ein wertvoller Ruhepol. Einer der letzten wenigen im Herzen der Stadt. Eine Um- und Neugestaltung nun auch noch dort in Erwaegung zu ziehen,  kommt einer ueberfluessigen Gross -Op am Herzen gleich,  von Aerzten, die nicht das Leben der Patienten im Blick sondern lediglich den Profit zum Ziel haben.

    Geld ist wichtig fuer die Stadt Karlsruhe, das ist klar. Die U-Strab, neues KSC-Stadion und der 300. Stadtgeburtstag muessen finanziert werden... , neue Einnahmequellen  entdeckt,  'Gross-' Investoren bedient werden . Aber fuehrt das mittlerweile nicht zum Ausverkauf von wertvollen Sozial - und Kulturschaetzen..?! Haben die Karlsruher Verantwortlichen, haben Sie,  Herr OB Mentrup, Sie, Frau 1.Buergermeisterin Mergen, etc. dabei noch die Menschen, die Geschichte und das Leben der Menschen im Heute im Blick? 

    Wir Kreativen und Kulturschaffenden - wir  Kuenstler, Musiker, Schriftsteller, Taenzer, u.v.a.  tragen viel  und derzeit besonders viel dazu bei,  die Stadt, die wir lieben, liebens- und lebenswert zu halten. Unsere vielen Beitraege gerade auch zum Erhalt des gesellschaftlichen, sozialen Klimas in unserer Stadt Karlsruhe  wird leider von viel zu vielen Hauptverantwortlichen der Stadt unterschaetzt- wahrscheinlich deshalb, da wir uns (oft gezwungenermassen ) eher herzgesteuert idealistisch statt monetaer motivert in die  Kultur der Stadt einbringen. 

    Eine gute funktionierende Beziehung und ein gesundes gesellschaftliches Klima mit und in einer Stadt besteht nur im Mit-Einander:   Neues  zu kreieren und zu schaffen und Vertrautes und Bewaehrtes zu
    erhalten und zu achten. 
    - beides  in einem gesunden weil ausgeglichenen Mass.

    Derzeit und fuer lange Zeit  ist das Mass fuer staedtebauliche Umwaelzung  in Karlsruhe voll.

    Deshalb moechte ich  den Abriss der Karl-Apotheke und die Umkrempelung des Stefans-Platz den Rest- Ausverkauf dieses zwar vermeintlich   kleinen  Geschichts -und Kulturschatzes mit Appellen an die Stadtverantwortlichen verhindern . Der Stefansplatz mit seiner Karl-Apotheke und dem Wurschtl-Wagen ist als einer  der letzten vorhandenen und  liebgewonnenen  kostbaren Beziehungsschatz in all seiner momentan ihm eigenen Lebendigkeit erhalten und zu schuetzen.


    Renate Schweizer

    Karlsruhe, den 07.Dezember 2013

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  3. Bei aller Diskussion um den schönen und meiner Meinung nach wichtigen Platz: Einem derart grässlichen, hässlichen Gebäude wie der alten Vollsbank am Marktplatz nachzutrauern - es fiel mir beim ersten Mal in Karlsruhe spontan als Schandfleck auf - muss eine Karlsruher Eigenart sein ...
    Oliver Koch

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    1. natürlich war der Bau scheußlich. Der neue Bau ist aber noch scheußlicher. Und man hätte wenigstens eine symmetrische Lösung anstreben sollen. So sieht es einfach nur aus wie "'Kotzt unn G'schisse", wie meine Großmutter zu sagen pflegte.

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    2. "Schlimmer geht's immer "

      Zitat eines Menzinger Hausarztes 1989

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