"Bleib erschütterbar und widersteh!" (Peter Rühmkorff)
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Hier geht es zur Open Petition zum Erhalt des Stephanplatzes:
https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-den-stephanplatz-in-karlsruhe

Samstag, 21. Dezember 2013

Freie Wähler für Erhalt des Stephanplatzes und der Karl-Apotheke

Schon vor längerer Zeit haben sich die Freien Wähler positioniert:
Presseerklärung hier klicken!

Oder hier lesen:
„Verwaltung und Gemeinderat waren immer bemüht, Existenzgründungen in unserer Stadt mit großem Engagement und finanziellen Hilfen zu fördern. Die Gründerzentren oder der Kreativpark sind stolze Beispiele für eine Stadt, die ihren Bürgerinnen und Bürgern aus vielen Branchen bei ihrer Existenzgründung  zur Seite steht, Grund und Boden und auch Gebäude zur Verfügung stellt“ so der Vorsitzende der Freien Wähler Karlsruhe, Architekt Lars Dragmanli.
„Wir sind sehr überrascht zu lesen,  dass im Falle der Karl Apotheke  eine gut tradierte mittelständische Existenz aus Gewinnmaximierungsabsicht in absehbarer Zeit vom städtischen Grund und Boden herauskatapultiert werden soll“ so Dragmanli weiter. Natürlich könnte der Standort für ein mehrgeschossiges „Tortenstück“ von Investoren und Finanzern verwertet werden, wenn der Bestand kulturell unberücksichtigt bleibt. Das Gebäude ist aber ein Karlsruher Kleinod aus den 1920er Jahren, aus einer Epoche des von Korsetten befreiten expressionistisch-organischen und anschließend des kubistischen Entwerfens der Bauhaus Ära, wie aus der Feder vom Architekten Erich Mendelsohn geflossen, der auch mit runden Gebäudeecken experimentierte.
„Dieses eingeschossige Gebäude muss in Kontext mit dem angrenzenden wunderbaren Jugendstilbrunnen gesehen werden“ ergänzt  Stadtrat  Jürgen Wenzel. Ein Investorenbau mit mehreren Geschossen würde nicht nur den Stephanplatz sondern auch diesen Brunnen mit eingeformten Karlsruher Köpfen erdrücken“. Die Reihe der in letzter Zeit eingetretenen Stadtbildzerstörungen (Kaiser-Carree, Drogerie Roth, ECE, Südstadt-Ost, U-Strab…) würde mit der Vernichtung dieses fast aus Edward Hoppers Bildern entsprungenen Gebäudes erfolgreich weitergeführt. Gleichzeitig wird aber aktuell ein räumliches Leitbild für Karlsruhe entwickelt. „Es bleibt zu befürchten, so Wenzel weiter,  „dass das eigentlich beabsichtigte Leitbild darin besteht, die Investorstadt  weiter zu promoten“.
Ulrich Gehman, stellv. Vorsitzender der Freien Wähler ergänzt abschließend,“ dass es nicht sein kann, dass  die Stadtplanung den Finanzern überlassen wird. Hier ist der SPD-OB gefragt, die Richtung der Stadtentwicklung selbst vorzugeben“.
Die Freien Wähler hoffen, dass er das auch tun wird, wobei sie weiterhin bemüht sein werden, den Bürgerinnen und Bürgern zu einer Stimme zu verhelfen, um Zerstörungen identitätsbildender Momente in Karlsruhe zu verhindern.


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