"Bleib erschütterbar und widersteh!" (Peter Rühmkorff)
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Hier geht es zur Open Petition zum Erhalt des Stephanplatzes:
https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-den-stephanplatz-in-karlsruhe

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Fotogalerie

Jede andere Stadt wäre dankbar für einen solchen Platz! Der Stephanplatz ist von Bäumen gesäumt, dreimal pro Woche findet dort ein Markt statt, einmal pro Monat der wohl beliebteste Flohmarkt der Stadt. Am Rande des Platzes verkauft "Der Wurschtl" seine legendären Brat- und Currywürste - ein Karlsruher Original.







Den Platzrand nach Südosten begrenzt die überaus beliebte Karl-Apotheke (20 Mitarbeiterinnen!) in einem Gropius-Bau, der in seinem eigenwilligen Schnitt dem Karlsruher Fächer angepasst ist und diesen geradezu betont. Links die Karlstraße, rechts die Waldstraße, die "Spitze" der Apotheke zeigt Richtung Karlsruher Schloss.




Von Kunsthistorikern nicht bestätigt wurde, dass Eward Hopper zu seinem berühmten Gemälde "Nachtcafé" vom Gebäude der Karl-Apotheke angeregt wurde. Das Bild darf aber als Beweis gelten, wie inspirierend solche ungewöhnlichen Gebäude wirken können.




Jeder Karlsruher kennt sie: Die wechselnden, liebevollen Schaufenster-dekorationen in der Karl-Apotheke. Die Straßenbahnen müssen vor der Apotheke halten, jeder mit der S-Bahn vom Europaplatz aus Richtung Süden fährt, kennt und liebt sie. Von den Fußgängern und Radlern ganz zu schweigen. Ein liebenswürdiges Detail - an der gleichen Stelle könnte in ein paar Jahren graues Mauerwerk stehen.





Auch das nebenstehende Foto ist ein Detail der umfangreichen Schaufensterdekoration der Karl-Apotheke. Wo andere Apotheker Rezeptfreies und Homöopathisches anpreisen, das viel kostet und ihnen den Geldbeutel füllt, gestaltet Christian Giese seine Schaufenster u.a. mit Hilfe des Naturkundemuseums - ein weiteres Indiz für die Beliebtheit der Apotheke, selbst unter Museumsmachern und Naturwissenschaftlern. Dies alles soll also ab 2018 verschwinden, weil ein "Großinvestor" der Stadt Millionen in den Rachen wirft, Millionen, die sie in unsinnigen Großprojekten verschleudert hat und noch verschleudert.

Kommentare:

  1. Hier ein Auszug aus meinem Brief an OB Frank Mentrup und an die erste Bürgermeisterin Margret Mergen:

    Sehr geehrter Herr OB Mentrup, sehr geehrte Frau erste Bürgermeisterin Mergen,
    ich wollte es nicht glauben, als ich am 01.12.13 in der Facebook-Gruppe 'Du lebst schon lange in Karlsruhe, wenn...' - einer aus über 7000 Mitgliedern bestehenden Gruppe, die sich ernsthaft der Geschichte Karlsruhes, ihren Gebäuden und Plätzen widmet - las, dass die Stadt Karlsruhe als Vermieterin den Mietvertrag im Gropius-Bau am Stephan-Platz der seit 70 Jahren bestehenden Karl-Apotheke nicht verlängern will und eine bauliche Umgestaltung des Stephanplatzes plant...

    Ein Abriss des Gropius-Gebäudes, die Umkrempelung des Stephan-Platzes und... Verkauf an einen Grossinvestor klingt nach einem Verscherpeln Karlsruhes um des Kapitalswillens.
    Karlsruhe aber ist eine Stadt, die durch die Menschen lebt, die diese Stadt lieben...
    ... Schlimm genug, dass nun auch Sie dafür mitverantwortlich sind, dass Menschen z.B. in der Stuttgarterstrasse ihre wundervoll multikulturell bunt gemischten und einzigartig anmutenden Schrebergärten abgeben müssen und mittlerweile fast jede kleine grüne Oase dem Konsum -und Bauwahn geopfert wird...
    ...stellt sich mir die Frage: Haben die Karlsruher Verantwortlichen, haben Sie, Herr OB Mentrup, haben Sie, Frau erste Buergermeisterin Mergen dabei noch die Menschen, die Geschichte Karlsruhes und das gegenwärtige Leben der Karlsruher im Blick? ...

    ...Deshalb richte ich mich mit meinem Appell an Sie als oberste Stadtverantwortliche: Verhindern Sie den Abriss des Gropius-Baus ... und stellen Sie Ihre Wertschätzung gegenüber alteingesessenen Geschäften mit ethischer Verantwortung und sozialer Kompetenz unter Beweis...

    ... mit freundlichen Grüssen

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  2. na klar, der hopper! :D

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  3. Einfach unverstädnlich!
    Da beschwert man sich tag ein tag aus über die "Filialen"Kaiserstraße und das es kein Familienunternehmnen mehr dort gibt wie vor ein paar Jahren.

    Auf der anderen Seite gibt es Traditionsunternehmen wie die "KarlsAphotheke" mit über 20 Mitarbeiter/innen das man durch diese Politik nicht nur das Unternehmen sondern auch die Arbeitsplätze gefährdet!

    Bevor man hier irgendwas NEU BAUT, sollte man schauen das man die KAISERSTRASSE wieder belebt und anderweitig keine Geschäftsräume leerstehen!

    Nicht immer nur neu BAUEN und LEER stehen lassen sondern auch
    LEERSTEHENDES ALTES wieder zum leben erwecken !

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